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Freitag, 20. Januar 2012

Eitelkeit

Wie kann sich Eitelkeit auswirken? An was erkennt man sie?
Dazu ein aktuelles Beispiel. Die "Costa Concordia" ist in Not geraten, weil der Kapitän zu nahe an das Ufer gefahren ist. Das ist scheinbar eine Art Standardverhalten der Kapitäne. So sehen die Leute am Ufer das Schiff besser. Doch wie der aktuelle Unfall gezeigt hat, ist es auch sehr gefährlich. Es sind durch dieses Verhalten Menschen umgekommen und einige verletzt worden. So ein krasses Fehlverhalten ist nicht tolerierbar. Es kann nicht sein, dass ein Kapitän, der die Verantwortung für über 4000 Personen hat, so ein Risiko eingeht.
Doch er ist es eingegangen, und das Verhalten hat gezeigt, das es schief gelaufen ist.
Die Eitelkeit kann also ohne Probleme Menschen töten. Es geht meiner Meinung nach nur darum, zu zeigen was man hat und auch kann. Doch die Risiken werden dabei einfach ausgeblendet. Das ist nicht nur bei diesem Kapitän der Fall. Man findet so ein Verhalten im Alltag auch immer wieder. Wo es mehr darum geht, sich selbst darzustellen. Ohne dass Rücksicht genommen wird, was dabei passieren kann. Eitle Menschen, sind sehr auf sich fixiert. Aber es sind keine Narzissten, sondern eben Eitle.
Der Schaden für die Gesellschaft ist hoch. Denn der Verlust von Menschenleben, ist durch nichts wett zumachen. Am Arbeitsplatz ist es doch ähnlich. Diese Sorte Mensch, ist immer auf sich fixiert. Es spielt dabei keine Rolle, wenn sogar das Geschäft bankrott geht. Hauptsache, sie stehen gut da. Eitelkeit ist aber keine Art von Macht, sondern sie wird nur so aufgefasst. Denn diese Menschen wollen einfach nur ihr Ziel erreichen. Egal. Das wiederum kann dazu führen, dass sie als machtgeil eingestuft werden.
Der Schein ist ihnen wichtiger als das Sein. Das sollte man nicht vergessen. Ich nenne es immer "Der Jahrmarkt der Eitelkeit". Dass ist doch ein Arbeitsplatz eigentlich. Keiner will nachgeben und jeder gut dastehen. Fehler macht auch keiner. Wieso auch? Man ist ja perfekt. Und genau das ist das Eitle. Denn es gibt den perfekten und fehlerfreien Menschen nicht. Das muss man sich aber zuerst selber eingestehen, was aber nicht so einfach ist. Denn, wer gibt schon gerne zu, dass er nicht alles kann. Besonders in der heutigen Zeit, kann das Zugeben einer Schwäche auch leicht zu einem Jobverlust führen. Und das gilt es ja mit allen Mitteln zu vermeiden.
Doch manchmal ist es besser, zu sich zu stehen, als zum Job. Aber, da spielt auch die Angst mit. Denn wenn man keinen Job mehr hat, ist man ja niemand mehr. Das wiederum widerspricht der Eitelkeit. Denn sie sorgt dafür, dass man gleich wohl weitermacht. Egal, wie stressig und mühsam das Leben dadurch ist. Der Preis ist aber, das man früher oder später in eine Klinik eingeliefert wird. Der Körper und auch der Geist haben nicht eine unbegrenzte Leistungsfähigkeit. Und dann sieht man seine Schwächen deutlicher, als einem lieb ist.
Lieber weniger haben und sein, und dafür zufrieden und ausgeglichen, als gestresst und kaputt.
Eitle stellen sich doch auch immer vor, was die Anderen über einem denken. Das ist ihnen wichtig. Doch es ist nicht wichtig. Es spielt absolut keine Rolle. Wichtig ist nur,was man selber will. Das zählt. Wir man in eine Klinik eingewiesen, so geht man alleine dort hin. Die anderen kümmert das nicht. Er war halt zu schwach. So  denken dann viele. Also, ist man wieder alleine, und, ausser Spesen nichts gewesen.
Viele, die aus der Klinik rauskommen, sind andere Menschen. Sie haben erkannt, dass es wichtiger ist, zu sich zu schauen, als zu dem, was die anderen wollen, oder man denkt, was sie wollen.