Dieses Blog durchsuchen

Translate

Freitag, 13. Januar 2012

Leistungsdruck

Was versteht die Moderne Gesellschaft  darunter? Ist es ein Prinzip oder etwas künstliches?
Alle beklagen sich, dass sie immer mehr Arbeit zu erledigen haben. Die Arbeitszeiten werden länger, die Anzahl Mitarbeiter für eine Aufgabe immer weniger. Doch stimmt es, dass wir immer mehr leisten müssen, und also immer weniger Freizeit haben?
Jeder 5. hat eine psychische Störung. Diese kommen sicher vom Stress am Arbeitsplatz. Doch ist nicht jeder auch Opfer und Täter zugleich? Dadurch, dass immer schneller und immer mehr produziert werden muss, steigt der Arbeitsdruck. Das ist ein Gesetzt. Doch diesem Gesetzt kann man entgegenwirken. Häufig ist es so, dass nur durch einfaches Nachfragen, der gesetzte Termin verschoben werden kann. Wird dies nicht gemacht, so steigt der Druck. Es ist mir klar, dass es nicht überall funktioniert. Beispielsweise im Gesundheitswesen. Da ist ein enormer Arbeitsdruck zu beobachten. Die Angestellten habe immer weniger Zeit, sich um die Patienten zu kümmern. Doch wäre es genau da sinnvoll, mehr Personal einzustellen. Doch aus Kostengründen wird darauf verzichtet. Das Resultat ist, dass immer mehr Menschen ein Burn-Out haben. Die Kosten dafür sind riesig. Erstens fällt die Person auf unbestimmte Zeit aus und zweitens muss die Versicherung für die Behandlung aufkommen. Bedenkt man, dass ein Therapietag im Schnitt 400 - 500 Euro kostet. Und so eine Behandlung dauert zwischen 3 und 6 Monaten. Also 90 - 180 Tage. Da kann sich jeder selber ausrechnen, was das pro Person kostet.
Der Leistungsdruck ist aber nicht nur auf der Arbeit zu beobachten. Nein, auch im privaten Bereich. Man muss immer alles haben, immer überall gewesen sein. Alles kennen. Dazu kommt noch, dass man sich privat auch immer noch fortbildet. Das alles wird auf die Dauer zuviel. Doch es wird verlangt. Man will Karriere machen, gut dastehen, Ansehen haben. Das alles führt früher oder später zu einem Zusammenbruch. Beziehungen gehen auseinander, Kündigungen, Selbstmordgedanken. Diese drei Punkte sind häufig in unserer Gesellschaft anzutreffen.
Es ginge auch einfacher. Man redet miteinander. Nimmt mal Rücksicht, und stellt sein Ego nicht über alles.
In einer Firma sollten die Angestellten am Ziel arbeiten, dass es der Firma gut geht. Und nicht seinem eigen Ego. Denn wenn es der Firma schlecht geht, sind Kündigungen nicht ausgeschlossen. Das ist dann eine Art GAU für viele. Es sollte folgende Frage gestellt werden: "Frage nicht, was die Firma für dich tun kann, sondern, was du für die Firma tun kannst." Dieser Ansatz wird heute leider nicht mehr befolgt. Es geht nur noch um die persönlichen Interessen.
Zum Thema Freizeit. Die Menschen arbeiten immer mehr. Doch wenn ich mir die Freizeitangebote anschaue, als auch dass diese immer ausgebucht sind, frage ich mich schon, ob wir zuwenig Freizeit haben. Ich denke, dass wir noch nie so viel Freizeit hatten, wie in diesen Tagen. auch nehmen die Einkommen zu. Das heisst, dass man sich auch solche Extravaganzen leisten kann. Früher war man froh, über die Runden zu kommen. Doch heute ist das schon lange passé. Die Freizeitindustrie ist ein riesen Unternehmen geworden. Die Leute wollen die totale Verspassung. Sie wollen unterhalten werden. Also "Brot und Spiele".  Diese Prinzip basiert auf dem Prinzip und Idee der römischen Cäsaren. Sie haben erkannt, wenn das Volk abgelenkt ist, mischt es sich nicht in die Politik ein. Das ist heute immer noch zum Teil so. Aber nicht nur. Die Leute wollen einen Ausgleich. Es geht bei den Freizeitangeboten auch darum, einfach nur zu konsumieren. Man hat ja während der Woche genug geleistet. Und selbst diese Konsumieren wird zum Leistungsdruck. Es ist nicht ein, man darf konsumieren, es ist ein man muss konsumieren. Das müssen, ist das Schlüsselwort.
Mach man aber nicht mit, sinkt dieser Druck automatisch. Man hat dann wirklich mehr Freizeit, und kann sich auch erholen. Denn die Arbeit ist für den Menschen da, und nicht der Mensch für die Arbeit.