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Mittwoch, 16. November 2011

Autismus und die Klinik

Es kann Autisten passieren, dass sie nicht wissen, dass sie Autisten sind, und in einer Klinik für Depressive landen. Das ist dann sehr schwierig. Denn meistens kommt man in so eine Klinik mit der Diagnose Depression rein. Nun, dass gibt es sogar recht häufig. Nur, wir es dann ein wenig sehr speziell, wenn sie genau in so einer Klinik, das AS feststellen. Sie den Verdacht aussprechen.
Ja was dann? Man ist eine Depressiver mit AS. So eine Verdachtsdiagnose ist nicht gerade was alltägliches. Man muss damit irgendwie fertig werden. Doch das ist genau das Problem.
In so einer Klinik ist man meistens der Einzige, wenn nicht der Erste. Wie sollen sie einem Ratschläge geben, wenn sie selber keine Ahnung haben. Wie sollen sie ein geeignetes Therapie-Programm erstellen, wenn sie nicht wissen wie? Nun die Frage ist einfach zu beantworten. Sie sollen einem sagen, dass sie es nicht wissen, und einem an einen Spezialisten weiterweisen. Aber das machen sie nicht. Denn jeder Patient sicher ihnen Einnahmen. Also wird so ein Autist genau gleich behandelt wie ein Depressiver oder sonst irgendwie geistig Kranker.
Ein beliebtes Mittel in so Kliniken ist die Gruppentherapie. Nun, es gibt viel, die sie mögen. Doch für einen Autisten kann das sehr mühsam werden. Denn die Probleme eines Autisten sind anders, als die eines Normalos. Es ist auch so, dass sehr viele Personen in so einem Raum im Kreis sitzen. Das ist echt belastend.
Und wenn man den Betreuern sagt, dass man das nicht will, heisst es, das es ohne diese nicht geht. Also wo ist der Sinn, wenn man in einer Gruppentherapie ist, die nichts bringt, man aber immer daran teilnehmen muss?
Es gibt keinen. Es ist sinnlos. Aber es ist so. Sie haben ihr Schema. Und wer nicht in dieses passt, der wird passend gemacht. Das liest sich jetzt echt hart. Aber es ist so. Natürlich, sind die Pfleger keine Monster oder sonst was. Sie machen nur ihren Job.
Ein Autist kann sogar vorgeführt werden. Alles was man sagt, wird genau analysiert. Sie haben ja noch nie mit einem Autisten zutun gehabt. Also muss man doch so viele Erfahrung wie möglich sammeln. Sehe ich ein. Doch es geht um den Patienten, und nicht um die Therapeuten. Viele Autisten sind oder waren immer die Komischen oder Aussenseiter. Und genau das passiert auch in so einer Klinik. Man ist wieder was Spezielles.
Aber es ist nun mal so. Sie können einem nicht wirklich helfen. Aber sie tun ihr Bestes. Nur nützt es nicht viel. Es kostet nur viel.
Daher sollten sich Autisten es sich gut überlegen, wenn sie wegen einer Depression oder so in eine Klinik gehen wollen oder müssen. Versprochen wird vieles, gehalten wenig. Und wenn sie schon gehen müssen, sollen sie die Zeit geniessen, und sich keine Gedanken machen.