Dieses Blog durchsuchen

Translate

Freitag, 18. November 2011

Klang im Auto

Der Klang in einem Auto ist auch so ein Thema. Es gibt Leute, die geben extrem viel Geld für eine Anlage im Auto aus. Doch lohnt sich das überhaupt? Macht es Sinn?
Ich bin der Meinung, dass es sich nicht lohnt. Denn ein Auto ist ein kleiner geschlossener Raum. Er ist akustisch eine Katastrophe. Die Position des Fahrers ist so weit vorne, dass es nicht möglich ist einen korrekten Klangraum zu erzeugen. Dies ist auch mit modernsten Mitteln nicht möglich.
Dazu kommt, dass viele einen riesigen Basslautsprecher verbauen. Doch bringt das was? Nein. Und dies ohne wenn und aber. Denn so ein Basslautsprecher zerstört das Klangbild komplett. Er sorgt zwar für einen enormen  Bass, aber dass ist nicht das, was die Musik ausmacht. Die Mitten und Höhen sind entscheidend. Und da kann auch das Beste System nicht mit einer gleich teuren Anlage zuhause mithalten.
Was immer am Anfang steht, ist die Quelle. Wenn man von einem normalen CD-Player für das Auto ausgehen, so ist hat sich die Anlage schon zu beginn des Signalweges disqualifiziert. Denn es gibt keinen CD-Player für das Auto, der es annähernd mit einem High-End Player aufnehmen kann. Er ist immer schlecht. Der Klang eines Auto-Players ist im besten Fall Mittelmass. Also weit weg davon eine wirkliche Referenz zu sein.
Heute wird der Klang auch elektronisch aufbereitet. Dass heisst, das Signalprozessoren für ein optimales Klangbild sorgen sollen. Doch es ist wieder ein Faktor mehr, welcher den reinen Klang stört.
Der Klang mag beim ersten Hinhören als gut empfunden werden, doch bei genauerer Betrachtung ist er es nicht.
Was bei einem Lautsprecher auch wichtig ist, ist sein Gehäuse. Ich habe in einem anderen Artikel darauf hingewiesen. Ein Autolautsprecher hat kein Gehäuse. Er wird im Innenraum einfach eingebaut. Das ist eine Katastrophe. Es gibt dadurch zu viele stehende Wellen. Es gibt zuviel Resonanzen und zu viele Überlagerungen von Wellen. Das alles führt dazu, das das Klangbild immer schlecht ist. Auch wenn 200'000 Euro ausgegeben werden. Es ist immer schlecht, gemessen an einer Anlage für zuhause.
Es ist aber nicht so, dass man nicht in anständige Anlagen im Auto investieren soll. Es macht durchaus Sinn, die Standardanlage zu verbessern. Aber der Aufwand sollte sich in Grenzen halten.
Was auch hinzu kommt, sind die Verstärker. Sie sind auf Leistung aus. Je mehr desto besser. Doch das ist ein Irrweg. Es bräuchte auch im Auto Vor- und Endstufe, welche getrennt sind. Und nicht alles in Einem.
Sie sind meistens auch nicht sehr teuer. Denn sie müssen nur Power haben. Auch wenn sie MOS-FET und weiss nicht was alles haben, so sind sie nur Verstärker. Und das im wörtlichen Sinn. Sie haben keine Musikalität, wie es zum Beispiel eine Krell-Endstufe hat.
Auch der Trend, dass ein mp3-Player angeschlossen wird, ist meiner Meinung nach verkehrt. Denn diese Player tönen nie gut. Sie können es gar nicht. Denn die Daten sind reduziert, und die Wandler nicht brauchbar. Aber sie sind praktisch, dass gebe ich zu.
Wird ein mp3-Player verwendet, so sollten 320kBit /sec verwendet werden. Darunter würde ich nicht gehen. Es braucht mehr Platz, aber der Mehrwert an gutem Klang ist es wert. Aber für Personen die Musik lieben, ist auch das keine Lösung. Da bleibt nur die CD.
Am Anfang habe ich geschrieben, dass der Autoraum stark begrenz ist. Nun, jetzt kann der Einwand kommen, dass das Kopfhörer auch sind. Das ist richtig. Nur, sie haben ein perfektes Stereobild und können auch an High-End Anlagen angeschlossen werden. Der Klang ist nicht mit dem in einem Auto vergleichbar.
Wenn man aber eine bessere Anlage in sein Auto einbauen will, gibt es ein riesen Problem. Man kann es nicht probehören. dazu müssten zuerst alle Lautsprecher und Verstärker eingebaut werden. Und das geht meistens nicht. Also kauft man die Komponenten auf gut Glück. Mehr ist es nicht. Denn man weiss erst, wie sie klingt, wenn sie eingebaut ist. Bei einer Heimanlage, kann man die Komponenten je nach Händler sogar mit nach hause nehmen. Das ist ein Vorteil. Denn so kann die Komponente und realen Bedingungen getestet werden.